Fußgönheim
Frauenfrühstück
Am Samstag dem 2. Oktober um 10:00 lud Hannelore Klamm ins Bürgerhaus Fußgönheim zu ihrem 1. Frauenfrühstück ein. Gemeinsam mit Hannelore Klamm, Julia Troubal, den SPD Mitglieder Franz Rothmund, Paul Scherbel und Werner Meininger wurde am Freitag der Saal im Bürgerhaus festlich hergerichtet.
Bei Kaffee und Kuchen, sowie kalten Getränken und belegten Brötchen sollten die Frauen mit dem Thema "Mehr Frauen in die Chefetagen" konfrontiert werden. Die AWO-Mitglieder Günther Busch und Werner Meininger hatten es übernommen, die Frauen an diesem Vormittag zu umsorgen.
Hannelore Klamm freute sich über ihr erstes Frauenfrühstück und ist sich sicher, dass dies nicht das Letzte war. Sie Begrüßte recht herzlich die 35 Frauen, darunter MdB Doris Barnett, Orts- und Verbandsbürgermeisterin Marie-Luise Klein, die Referentin, SPD Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug, die Dichterin Katrin Kirchner, sowie den Jungmusiker David Kukatzki. Sie sei gerne hierher nach Fußgönheim gekommen, zum Einen, da mit Marie-Luise Klein hier eine Frau Orts- und Verbandsbürgermeisterin ist und damit eine Spitzenposition einnimmt, zum Anderen das Bürgerhaus ein tolles Ambiente bietet und auch die Parkmöglichkeiten ideal sind.
Marie-Luise Klein freute sich in ihrem Grußwort, Gastgeberin des 1. Frauenfrühstücks von Hannelore Klamm zu sein. Sie kennt aus eigener Erfahrung, dass eine Frau in Führungsposition viel mehr Kritik ausgesetzt ist, als ein Mann in gleicher Position. Im Rhein-Pfalz-Kreis gibt und gab es männliche Orts- und Verbandsbürgermeister in Personalunion, die ohne Lob und Tadel durch die Gegenparteien oder die Presse ihre Arbeit machen konnten oder können. Als Beispiel nannte sie den jetzigen Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, der diese Doppelfunktion in Dudenhofen inne hatte. Bei ihr sei dies etwas Anderes. Ihre Arbeit wird von der Presse aber auch vom politischen Gegner immer wieder in Frage gestellt. Sie wäre mit ihren Jobs überfordert, könne ihre Arbeit nicht bewältigen, würde wichtiges liegen lassen. Dass dem nicht so ist, zeigen die Erfolge in der Vergangenheit und auch in dieser Legislaturperiode sowohl in Maxdorf als auch in Fußgönheim.
Astrid Klug sprach über Hartz IV und wünscht sich Nachbesserungen. Sie ist sich bewusst, dass beim Entstehen des Gesetzes in der großen Koalition nicht alles vollkommen war, aber man muss auch den Mut haben, wenn notwendig, Korrekturen vorzunehmen.
Ein weiteres Thema der Frauen war die Ganztagsschule. Da Astrid Klug aus dem Saarland stammt, kann sie zwischen beiden Bundesländer vergleichen. Sie wäre froh, dort hätte die Landesregierung, für die Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Schulen, so viel Geld im Haushalt wie Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz macht von allen Bundesländern die Beste Politik, damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erträglich ist.
Zur Auflockerung trug die Dichterin Katrin Kirchner vergnüglich-unterhaltsame Texte vor. Diese handelten von der Liebe zwischen den Geschlechtern, aber auch gleichgeschlechtliche.
Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung hatte der Jungmusiker David Kukatzki gekonnt und mit viel Gefühl für den Flügel übernommen.
Nach 2 Stunden war das 1. Frauenfrühstück beendet und die Frauen hatten einen gelungen Einstieg in den Samstag und das Wochenende erlebt.
Werner Meininger
Frauenfrühstück in Fußgönheim gut besucht
Astrid Klug, SPD-BundesgeschaÅNftsführerin, sprach zum Thema: „Mehr Frauen in die Chefetagen“
Zahlreiche Frauen trafen sich zum Frauenfrühstück in Fußgönheim, zu dem SPD Landtagsab-geordnete Hannelore Klamm eingeladen hatte. Astrid Klug, SPD Bundesgeschäftsführerin,
sprach zu den Themen: „Mehr Frauen in die Chefetagen“ sowie „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.
Zuvor begrüsste Hannelore Klamm etliche Ehrengäste, darunter die SPD Bundestagsabgeordnete
Doris Barnett, die Verbands- und Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein, den GeschaÅNftsführer der SPD, Bernhard Kukatzki, sowie den Ersten Beigeordneten Werner Meininger und den Vertreter der AWO Fußgönheim, Günther Busch, der die Bewirtung der Gäste übernahm.
Hannelore Klamm hob noch einmal die Bedeutung solcher Frauentreffen hervor. „Frauen brauchen ein Netzwerk, das ist wichtig“, sagte sie. Frauenpower sei mehr denn je gefragt. Frauen in Füh-rungspositionen sei immer noch ein schwieriges Thema, insbesondere wegen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Bundesgeschäftsführerin der SPD, Astrid Klug, betonte in ihrer Eingangsrede, dass es immer wichtiger werde, dass Frauen in Führungspositionen kommen. Denn Frauen hätten eine andere Führungskultur. „Wenn mehr Frauen in Führungspositionen wären, wie z.B. in Banken, hätten wir diese Probleme mit der Wirtschafts- und Finanzkrise wahrscheinlich nicht“, sagte sie. Außerdem bemerkte sie, dass Frauen besser ausgebildet seien und bessere Noten bei ihren Abschlüssen
hätten. Daher müssten auch mehr Frauen in Führungsrollen kommen. Schade sei allerdings, dass Frauen oft ihren Beruf abbrächen, wenn Kinder kämen. Meist sei es so, dass Frauen, die sich für die Karriere entscheiden, überhaupt keine Kinder bekämen. Als ein weiteres Problem führte Klug die ungleiche Bezahlung zwischen Mann und Frau bei gleicher Leistung an. Hier sei die Politik gefordert, meinte sie. Lobte aber auch bei dieser Gelegenheit die Firma Telekom als einziges größeres Unternehmen in Deutschland, das die Frauenquote in der Führungsetage eingeführt
habe.
Als unterbesetzt bezeichnete sie Aufsichtsratsgremien mit nur 10 % Frauen. Ziel müsse wie in Schweden eine 40%ige Besetzung für Frauen sein. Ein großes Lob sprach sie Ministerpräsident Kurt Beck in Bezug auf die Fördermöglichkeiten in Rheinland-Pfalz aus. Dieses Land leiste vorbildliche Arbeit. „Daher ist nicht egal, wer regiert“, meinte sie. Kurt Beck setze die richtigen Prioritäten, so Klug weiter. Der Staat dürfe nicht weiter ausbluten, so wie derzeit von der schwarz-gelben Regierung praktiziert, kritisierte sie.
Als Gespensterdebatte bezeichnete sie die von der CDU vorgeschlagenen Regelsätze für Hartz IV-Empfänger und bemängelte gleichzeitig, dass eine Offenlegung der Berechnung von der CDU verweigert werde. Ohne eine starke SPD werde es daher solche Regelungen nicht geben. Daher sei die SPD auf einem guten Weg, wieder Verantwortung zu übernehmen.
Auch Verbands- und Ortsbürgermeisterin von Fußgönheim, Marie-Luise Klein, sprach ein paar einleitende Worte. Sie betrachtete als das Erfolgsgeheimnis ihrer elfjährigen Arbeit als Ortsbür-germeisterin in Fußgönheim das sinnvolle Miteinander mit dem Gemeinderat. Nur so könne man die wichtigen Ziele für Gemeinde und die Bevölkerung erreichen. Eine große Rolle spiele für sie die derzeitige Dorfentwicklung, wofür sie große Unterstützung vom Land bekomme. Dennoch habe sie wegen ihrer Doppelfunktion als Orts- und Verbandbürgermeisterin viel Kritik einstecken müssen,
betonte sie. „Bei Männern ist diese Doppelfunktion selbstverständlich und keine Seltenheit“, kritisierte Klein.
Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch den Beitrag von Katrin Kirchner, die vergnügliche Texte aus ihrem Buch vorlas. Eine rege Diskussion fand anschließend statt, wo sich insbesondere jüngere Frauen zu Wort meldeten. Musikalisch umrahmt wurde der Vormittag durch Werke am Klavier von David Kukatzki.
Für das leibliche Wohl und die Bewirtung sorgten Werner Meininger und Günther Busch von der AWO Fußgönheim.
Hannelore Klamm bedankte sich bei allen Gästen für ihr Kommen sowie bei den Referenten und Mitwirkenden und versprach, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Frauenfrühstück stattfinden wird.
Katrin Hurrle