
Persönliches
Marie-Luise Klein ist verheiratet und lebt seit 27 Jahren in Fußgönheim. Ausbildung und Tätigkeit | Abitur | Edith-Stein-Gymnasium, Speyer | | Studium | Germanistik, Geographie und Geschichte für das Höhere Lehramt, Universität Mannheim | | Referendariat und 2. Staatsexamen, Mannheim und Heidelberg | | Schuldienst bis zur Geburt ihres Sohnes, Gymnasium Karlsruhe-Neureut | | Mitautorin Band 1 und 2 der Ortsgeschichte Fußgönheim |
Politische Aktivitäten | 1988 | Eintritt in die SPD | | 1989-1999 | Mitglied im Ortsgemeinderat Fußgönheim | | 1994-1999 | Fraktionsvorsitzende | | seit 1999 | Ortsbürgermeisterin von Fußgönheim | | seit 2003 | Mitglied im Verbandsgemeinderat Maxdorf | | 2004 | Wiederwahl zur Ortbürgermeisterin von Fußgönheim | | 2004-2009 | Mitglied und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Kreistag des Rhein-Pfalz-Kreises | | 2009 | Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Maxdorf | | | Wiederwahl zur Ortbürgermeisterin von Fußgönheim | | | Wiederwahl als Kreistagsmitglied des Rheinpfalzkreises |
Ehrenamtliches und Mitgliedschaften | 1986-1988 | Vorsitzende des Elternausschusses im Kindergarten Fußgönheim | | 1987-1995 | Übungsleiterin beim ASV, Kinderturnen | | Mitgliedschaften | -AWO - Arbeiterwohlfahrt -ASV - Allgemeiner Sport Verein -DRK - Deutsches Rotes Kreuz -Kerweförderverein -Landfrauen Fußgönheim -SPD -Verein Deutsches Kartoffelmusem |
Warum gerade Kommunalpolitik? Stellen Sie sich vor, Sie ziehen in einen anderen Wohnort, kennen dort kaum jemanden und suchen Kontakt. Welche Möglichkeiten gibt es für eine junge Familie? Kindergarten, Grundschule, Sportvereine? Den Meisten wird es so gehen wie mir, man engagiert sich mal da, mal dort, lernt dabei jede Menge Leute kennen und fasst allmählich Fuß. Mein weitergehendes Interesse für unser neues Zuhause Fußgönheim wurde geweckt durch einen Info-Abend, den ersten, den ich im Ort besuchte. Damals wurde der neue „Dorfentwicklungsplan“ vorgestellt, sozusagen das Programm der kommenden 10-15 Jahre zur Weiterentwicklung des alten Dorfkerns. Das Thema faszinierte mich, ausgebildete Historikerin und Geographin, von Anfang an. Hier ging es nicht um bloße Theorie sondern um praktische Umsetzung. Und, die Bürger wurden eingebunden, was ich sehr begrüßte... Etwa zum gleichen Zeitpunkt wurde ich von verschiedener Seite gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, mich in der Ortspolitik zu engagieren. Prinzipiell schon, doch nicht überall!Wenn ich Mitglied einer Partei werden sollte, dann kam für mich nur die SPD in Frage. Von ihrem Grundverständnis her fand ich dort die größten Übereinstimmungen mit meinen eigenen Wertvorstellungen. Und es ist die Partei, die die Politik Willy Brandts unterstützt und ermöglicht hat. Ich hatte noch während meiner Schulzeit zum ersten Mal bewusst politisch miterlebt, wie er die Mauer, die nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa trennte, Stück für Stück aufbrach. Willy Brandt gelang es, die vorherrschende Sprachlosigkeit zu überwinden und mit seiner Ostpolitik den Grundstein für den gesamteuropäischen Entspannungsprozess zu legen. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass diese Fähigkeit nicht nur für die „große Politik“ eine Grundvoraussetzung ist, sie gilt genauso auf der untersten Ebene, in der Kommunalpolitik. 1988 wurde ich Mitglied im SPD-Ortsverein Fußgönheim, 1989 erstmals Ratsmitglied, fünf Jahre später erneut und gleichzeitig Fraktionsvorsitzende und seit 1999 bin ich Ortsbürgermeisterin. Kommunalpolitik ist weder trocken noch langweilig. Ganz im Gegenteil! Nirgendwo ist man „so nah bei den Menschen“, nirgendwo sind politische Entscheidungen direkter nachvollziehbar und nirgendwo sind die Handlungsspielräume größer – auch wenn es auf den ersten Blick manchmal nicht so scheint. Kommunalpolitik gibt uns die einmalige Chance, unser eigenes Lebensumfeld mitzugestalten, das Spektrum dabei ist riesig. Aber Achtung, sie ist kein Spielfeld zum quasi Ausprobieren. Basis aller Entscheidungen sind die Rückmeldungen, die wir aus der Bevölkerung haben, seien es Wünsche, Anliegen oder gar Probleme, die es zu lösen gilt.
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